Das Dilemma: Kompression auf dem Stereo Bus

Grundsätzlich ist ja wirklich alles erlaubt, was gut klingt, aber wer das Mastering Buch von Bob Katz gelesen hat, wird vermutlich behaupten, dass jede Art von Signalbearbeitung in der Summe verboten und dem Mastering vorbehalten ist.

In den meisten Fällen wird Musik beim Mastering komprimiert. Hierdurch verändert sich auch die Balance – was eigentlich Änderungen am Mix nötig machen würde. Die Lösung: in einen geeigneten Bus Compressor hinein mischen. Dadurch wirst Du die Balance (va. Bässe und Mitten) anders setzen und das Mischen wird zudem viel mehr Spass machen, da das Ganze auch schön punched.

Wichtig ist aber, den Zeitpunkt für den Insert richtig zu wählen und moderate Einstellungen zu verwenden. In der Regel aktiviere ich den Bus Compressor erst, wenn der Mix relativ weit fortgeschritten ist und es darum geht, die Feinbalance zu finden. Hin und wieder sollte der Compressor auch auf bypass gestellt werden, um einen A/B Vergleich zu machen, denn allzu stark sollte der Unterschied auch wieder nicht sein.

Beim finalen Mixdown hingegen solltest Du beide Versionen fürs Mastering ziehen. Für die Bewertung des Mixes sollte die komprimierte Version genommen werden.