10 Tipps für einen Killer Bass

Der Bass ist das Fundament eines Songs und gilt als eines der schwierigsten Instrumente zum Mischen. Die folgenden Tipps helfen Dir, einen Killer Bass Sound hinzukriegen.

Erst einmal vorweg: Die hier genannten Punkte sind einzelne Lösungsansätze und sollten natürlich nur bei Bedarf eingesetzt werden: Wo kein Problem ist, braucht es auch keine Lösung.

1. Korrekt aufnehmen

Der Bass sollte equivalent verteilt sein, so dass auch der Ton (Knurren) und die Saiten zu hören sind. Viele Bassisten drehen hier bei 100Hz und tiefer zu stark auf. diplomatische Empathie ist hier gefragt. Wenn möglich kann der Bass via Mikrophon und DI gleichzeitig aufgenommen werden. Der DI Track lässt die Option für Re-Amping offen, oder lässt sich mittel Track-Delays für interessante Effekte nutzen.

2. Komprimieren

Nicht tot komprimieren, eher ein tiefer Threshold und moderate Ration (1.2 – 2.0) verwenden, der Bass sollte stabil aber trotzdem noch dynamisch klingen.

3. Limiten

Wie kriegt man diesen langen, schwebenden Bass hin? Stark limiten (ständig in reduction lassen) und einen langen release wählen.

4. EQ

Schau zu, dass das Knurren vorhanden bleibt, auch auf Abspielsystemen die kaum unter 200Hz gehen (z.B. Laptop Speaker). Dann Infra nach Bedarf hinzugeben/filtern, so dass aber keine Kollisionen mit der Bass Drum entstehen.

5. Flanger

Misch wenn nötig ein ganz wenig Flanging Effekt rein, das macht den Bass runder und schwebender.

6. Bass Ducking

Über einen Kompressor mit der Pauke in der Sidechain kannst Du den Bass bei jedem Paukenschlag kurz 3db absenken. Das kann Maskierungsprobleme beseitigen und das ganze etwas grooviger machen.

7. Bus Limiting

Pauke und Bass haben sehr viel Energie, die sich stark summieren kann. Schick die beiden auf eine Gruppe und begrenze sie mit einem Limiter, der nur bei den äussersten Peaks anspricht.

8. Exciter

Exciter oder spezielle Plugins wie Waves R-Bass oder MaxBass können helfen, den Bass auf kleinen Systemen hörbar zu machen, indem sie Obertöne hinzu fügen. Unser Gehirn kann den Grundton allein aufgrund der Obertöne „hören“.

9. Level

Es ist nicht einfach, den richtigen Level zu finden, in manchen Studios gibt man zuviel SubBass, da es einfach so mächtig tönt. Versuch mal auf der Summe einen HiPass bei 200 Hz und einen LowPass bei 5kHz. Anschliessend leveln, bis der Bass hörbar ist. Wenn Du die Filter wieder rausnimmst, wirst Du evtl. merken, dass zuviele tiefe Frequenzen da sind. Als Ansatz können hier Dips bei 50 und 100Hz helfen.

10. Timing

Wenn es nicht grooved, hör Dir das Zwischenspiel von Pauke, Snare und Bass an. Manipulation im Timing oder ein paar Edits können hier helfen.