Total Recall 2012

Es war 1990. Ich stand mit meiner Schwester vor dem Kino und die Kassiererin wollte mir kein Ticket verkaufen, da ich noch ein Jahr zu jung für den Film war. Total Recall sah ich dann trotzdem, mit etwas Verzögerung auf VHS und der Streifen wurde zu einem meiner Lieblingsfilme und zur ersten Begegnung mit der Welt des Science-Fiction Genies Philip K. Dick, den ich zutiefst für seine Geschichten do androids dream of electric sheep (Vorlage zu Blade Runner), the minority report und Ubik bewundere.

Da die letzte PKD Verfilmung the adjustment bureau etwas flau ausfiel, erwartete ich auch beim neuen Total Recall nicht viel. Vorneweg: Es gibt keinen Mars und auch keine Tracking-Devices, die auf schmerzhafte Weise aus der Nase gezogen werden. Auch die Nackt-Scanner am Flughafen wurden weggelassen, vermutlich da diese inzwischen traurige Realität sind.

Dennoch wurden einige Referenzen auf den alten Film belassen und auf humorvolle Weise damit gespielt. Jeder, der die Verfilmung mit dem Held unserer Jugend Arnold Schwarzenegger gesehen hat, wird zweifellos mehrmals schmunzeln.

Was mich vor allem überraschte und wirklich zum staunen brachte: Der Film ist eine visuelle (und teilweise auch musikalische) Hommage an den besten Science Fiction Film aller Zeiten: Blade Runner!

Allein schon deshalb ist Total Recall 2012 sehenswert und schlechte Kritiken sollte man getrost ignorieren. Die paar vorhandenen Schwächen werden von der wunderbaren Besetzung und einer einzigartigen optischen Atmosphäre locker wieder gut gemacht. Total Recall ist der beste Science Fiction Film seit dem letztjährigen Planet der Affen.

Rating: ★★★★☆

Beängstigende Zukunftsvision

Der Kurzfilm zeigt eine mögliche Anwendung von Augmented Reality in der Zukunft. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Entwicklung in eine solche Richtung gehen wird. Google arbeitet ja bereits an einer solchen Brille. Auf die Kontaktlinsen werden wir aber wohl (zum Glück?) noch etwas warten müssen.

Augmented Reality in Aktion

Der Brillenhersteller Ray Ban bietet ein geniales Feature, worüber man diverse Brillen virtuell probetragen kann.

Die Anwendung funktioniert mit Flash und benötigt eine Webcam. Nachdem man seinen Kopf in Position gebracht hat, sieht man sich selbst durch die Webcam, jedoch hat man plötzlich eine Brille auf, die jede Bewegung mit macht.

Wer es noch nicht kennt, sollte das unbedingt mal ausprobieren, es macht riesigen Spass. Zum Virtual Mirror von Ray Ban.