Schlaflos vor dem Monitor

Wer oft und vor allem in den Abendstunden in den Monitor starrt, setzt sich künstlichem Tageslicht aus. Der blaue Anteil des Lichts hemmt die Produktion von Melatonin, ein Hormon, welches das Einschlafen begünstigt.
Für OS X gibt es die kostenlose Software f.lux, die den Bildschirm automatisch der aktuellen Tageszeit anpasst und das Blaulicht entsprechend herausfiltert. Wer einen Mac hat und oft damit arbeitet, dem empfehle ich, die Software zu installieren. Auch tagsüber empfinde ich das Arbeiten mit reduziertem Blauanteil angenehmer.

Top-5 James Bond Songs

Bei diesem Post hat mir meine Frau geholfen. Wir waren uns eigentlich fast einig, ausser bei den beiden Top Plätzen. Ich konnte sie aber schliesslich doch noch überreden. Musste dafür aber mit dem Hund raus.

Wir haben übrigens die beiden Instrumental-Tracks aus dem ersten Bond sowie den aus „On Her Majesty’s Secret Service“ ausser Konkurrenz gestellt. Und hier sind sie, die besten James Bond Songs aller Zeiten:

#5: Goldfinger – Shirley Bassey

Shirley Bassey hat insgesamt 3 Bond Songs interpretiert und mit ihrer augenzwinkernden Art einen Meilenstein in der Filmmusik gesetzt. Goldfinger ist ein Klassiker und hat seinen Platz in der Top 5 zurecht verdient.

#4: Golden Eye – Tina Turner

Tina Turner hat diesen Song in der Schweiz aufgenommen (PowerPlay). Klängen die Bläser nicht so synthetisch, wäre vielleicht sogar Platz 3 drin gelegen. Mit Golden Eye kam auch Pierce Brosnan, der Bond mit den schönsten Haaren auf die Leinwand.

#3: The World is Not Enough – Garbage

Die Stimme ist zwar etwas Garbage, aber der Song ist dafür umso besser.

#2: Tomorrow Never Dies – Sheryl Crow

Lange haben wir diskutiert, und uns doch noch entschieden, Sheryl Crow auf den zweiten Platz zu stellen. Geniales Songwriting und sehr gut interpretiert für eine mediocre Sängering. Wir mögen sie trotzdem. Der Mixing Engineer hat es etwas zu gut gemeint mit dem Reverb.

#1: You Know My Name – Chris Cornell

Testosteron-Schub, Gitarren und knallharte, trockene Produktion! Ein paar Sekunden Chris Cornell und wir fühlen uns wie 007. Allein schon der Titel ist genial. Cornell verpasste ein musikalisches Facelifting und unterstützte den Bond Image-Shift von föhnfrisiertem Teebeutel zum rücksichtslosen Killer. Übrigens finden wir auch Casino Royale definitiv den besten Bond Film.

Total Recall 2012

Es war 1990. Ich stand mit meiner Schwester vor dem Kino und die Kassiererin wollte mir kein Ticket verkaufen, da ich noch ein Jahr zu jung für den Film war. Total Recall sah ich dann trotzdem, mit etwas Verzögerung auf VHS und der Streifen wurde zu einem meiner Lieblingsfilme und zur ersten Begegnung mit der Welt des Science-Fiction Genies Philip K. Dick, den ich zutiefst für seine Geschichten do androids dream of electric sheep (Vorlage zu Blade Runner), the minority report und Ubik bewundere.

Da die letzte PKD Verfilmung the adjustment bureau etwas flau ausfiel, erwartete ich auch beim neuen Total Recall nicht viel. Vorneweg: Es gibt keinen Mars und auch keine Tracking-Devices, die auf schmerzhafte Weise aus der Nase gezogen werden. Auch die Nackt-Scanner am Flughafen wurden weggelassen, vermutlich da diese inzwischen traurige Realität sind.

Dennoch wurden einige Referenzen auf den alten Film belassen und auf humorvolle Weise damit gespielt. Jeder, der die Verfilmung mit dem Held unserer Jugend Arnold Schwarzenegger gesehen hat, wird zweifellos mehrmals schmunzeln.

Was mich vor allem überraschte und wirklich zum staunen brachte: Der Film ist eine visuelle (und teilweise auch musikalische) Hommage an den besten Science Fiction Film aller Zeiten: Blade Runner!

Allein schon deshalb ist Total Recall 2012 sehenswert und schlechte Kritiken sollte man getrost ignorieren. Die paar vorhandenen Schwächen werden von der wunderbaren Besetzung und einer einzigartigen optischen Atmosphäre locker wieder gut gemacht. Total Recall ist der beste Science Fiction Film seit dem letztjährigen Planet der Affen.

Rating: ★★★★☆

Augmented Reality in Aktion

Der Brillenhersteller Ray Ban bietet ein geniales Feature, worüber man diverse Brillen virtuell probetragen kann.

Die Anwendung funktioniert mit Flash und benötigt eine Webcam. Nachdem man seinen Kopf in Position gebracht hat, sieht man sich selbst durch die Webcam, jedoch hat man plötzlich eine Brille auf, die jede Bewegung mit macht.

Wer es noch nicht kennt, sollte das unbedingt mal ausprobieren, es macht riesigen Spass. Zum Virtual Mirror von Ray Ban.

Planet der Affen (2011)

Ich war schon etwas skeptisch, als ich von der neuen Remake-Prequel (oder wie man das nennen soll) hörte. Die Originale, allen voran der erste Teil von 1968, waren ein Film-Highlight meiner Kindheit und bestimmt ein wichtiger Auslöser, der mich zum Sci-Fi Fan machte.

Wie hatten wir doch damals über die Masken gestaunt, und unvergesslich bleibt das epische Finale, wo Charlton Heston die Überreste der Freiheits-Statue erblickte. Dementsprechend enttäuscht war ich dann auch von Tim Burtons Interpretation von 2001, die zwar gut anfing, dann aber lediglich der Schluss noch zu überraschen vermochte.

Jetzt, zehn Jahre später, versucht es Hollywood erneut und bringt damit inzwischen den siebten (!) POTA Film heraus. Und diesmal ist es gelungen!

Die Affen sind so realistisch, dass ich mich öfters fragte, ob das nun CGI, Masken oder tatsächlich sprechende Affen sind. Auch die Story ist gelungen, plausibel ins Zeitalter der Gentechnologie transportiert. Die Action kommt nicht zu kurz, wobei besonders die Amok laufende Affenbande auf der Golden Gate Bridge einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Als Kritik könnte man erwähnen, dass die Geschichte sich nicht mit der Vorlage deckt. Ich finde aber, gerade diese Änderung hat dem Film gut getan. Man will ja schliesslich kein Remake des (schlechten) vierten Teils.

Rating: ★★★★½

Sherlock Holmes lebt!

Die BBC bringt den berühmtesten Detektiv ins 21. Jahrhundert.

Sherlock Holmes fotografiert mit seinem Handy, schreibt E-Mails und hackt auch mal einen Computer. Hört sich absurd an, funktioniert jedoch in der neuen Mini-Serie bestens.

Der „Consulting Detective“ hat nichts von seiner Genialität eingebüsst und seine arroganten Analysen faszinieren genau so wie damals in den Büchern.

Besonders gut gefällt mir die neue Version des Dr. Watson, der vom passiven Bewunderer zum kriegserfahrenen, charismatischen Ex-Soldaten migriert wurde. Der untypische Doktor schlägt gerne auch mal zu, um seinen exzentrischen Freund aus der Patsche zu helfen.

Die Hassliebe zwischen den beiden Hauptdarstellern funktioniert bestens und beide überzeugen dermassen, dass man seine alten Vorstellungen der Figuren gerne über den Haufen wirft.

Derzeit erschienen ist die erste Staffel mit drei Folgen in Spielfilmlänge, weitere drei Folgen sind bereits in Arbeit.

Rating: ★★★★☆

Breaking Bad: Die Chemie des Todes

Die preisgekrönte Drama-Serie Breaking Bad erzählt die Geschichte des überqualifizierten und beruflich frustrierten Chemielehrers Walter White.

Die preisgekrönte Drama-Serie Breaking Bad erzählt die Geschichte des frustrierten Chemielehrers Walter White. Nach einer Lungenkrebs-Diagnose sucht er nach Wegen, um seine Familie nach seinem Tod finanziell abzusichern.

Das Schicksal verbindet das verkannte Genie mit einem ehemaligen Schüler, der sich inzwischen als Kleindealer und Amphetamin-Koch durchschlägt.

Die beiden spannen zusammen und beginnen Crystal Meth zu produzieren, wobei Perfektionist Walter neue Standards für diese Droge setzt. Die Nachfrage steigt und eine nicht mehr endende Kette von Ereignissen und Notlügen setzt sich in Gang. Der ängstliche, resignierte Lehrer, dessen Zenit bereits überschritten scheint, wird zu einen sagenumwobenen Kriminellen, den man als Zuschauer einfach lieb haben muss. Dass Walters Schwager bei der Drogenfahndung arbeitet, macht die Situation natürlich nicht einfacher.

Der Vergleich mit den Sopranos bietet sich an, Breaking Bad ist aber besser: Gewalt eskaliert seltener und sowohl Timing als auch die Verstrickungen der Geschichte sind perfekt umgesetzt.

Am meisten beeindruckt jedoch die Leistung von Hauptdarsteller Bryan Cranston, der für seine Performance zurecht dreimal in Serie einen Emmy kassierte. Ich hätte nie gedacht, dass der Vater von Malcolm Mittendrin zu einer solchen schauspielerischen Glanzleistung fähig ist.

Die vierte Staffel lief gerade bei AMC an und ich hoffe, dass noch weitere produziert werden, da Breaking Bad mit Abstand das Beste ist, was das Fernsehen derzeit zu bieten hat.

Rating: ★★★★★